· aktualisiert 22:00 Uhr

Kessler stärkt Wagner den Rücken: „Was Vertrauen schafft, sind Erfolge“ – vor dem Pokal gegen Union

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Der Tag im Überblick

Nach dem Schalke-Spiel haben sich auch die beiden verletzten Schalker gemeldet: Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi nahmen Said El Mala nach dem Kopf-Zusammenprall in Schutz und dankten den Kölner Medizinern. Eine Analyse zeigt zugleich, dass El Malas viele Abschlüsse selten gefährlich sind.

Die Debatte um René Wagner geht weiter: Nach einer längeren Mannschaftssitzung am Sonntagmorgen sagte Sportchef Thomas Kessler, nach zehn Spielen könne man einen Strich drunter machen. Der Kölner Stadt-Anzeiger kommentiert, der Trainer habe intern Rückhalt, nach außen aber keinen Kredit. Spielerisch soll es schon am Dienstag im Pokal gegen Union besser werden.

Sportchef Thomas Kessler hat sich nach den „Wagner raus“-Rufen beim 0:0 gegen Schalke hinter Trainer René Wagner gestellt: Er habe „volle Rückendeckung“, die Fan-Kritik nehme er aber ernst. Vertrauen schafften jetzt nur Erfolge, zumal der FC alle acht Punkte zu Hause geholt hat und auswärts noch punktlos ist. Den Vorwurf der Mutlosigkeit bei den Wechseln, etwa bei Mikey Moore, wies Kessler zurück.

Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 fehlt dem FC vorne weiter die Durchschlagskraft: Trotz 14 Abschlüssen kam die Mannschaft nur auf 1,22 erwartete Tore. Zugleich hielt sie erstmals nach 20 Bundesligaspielen die Null. Schalke-Trainer Miron Muslic lobte nach dem Kopf-Zusammenprall von Gosens und El-Faouzi den Applaus des Kölner Publikums.

Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 steht die Auswechslung von Mikey Moore in der 68. Minute im Mittelpunkt der Diskussion. Trainer René Wagner begründete sie damit, dass Moore mit seinem Risiko in einigen Aktionen Umschaltsituationen kostete; Moore selbst sagte, die Auswechslung sei nicht abgesprochen gewesen. Auch FC-Legende Pierre Littbarski kritisierte Wagner in einem Instagram-Video scharf und nannte das Spiel „für die Tonne“.

Der Druck auf Wagner wächst vor den beiden Duellen mit Union Berlin: am Dienstag, 27. Oktober, um 20.45 Uhr im DFB-Pokal in Köln und am Sonntag darauf in der Liga. Der FC steht mit acht Punkten aus sieben Spielen auf Platz 11.

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7 Quellen dieser Ausgabe

Die Meldungen 6

Spiel

Moores Auswechslung sorgt für Pfiffe: Wagner erklärt seine Entscheidung

Die Auswechslung von Mikey Moore nach 68 Minuten beim 0:0 gegen Schalke hat im Stadion Pfiffe und „Wagner raus“-Rufe ausgelöst. Trainer René Wagner sagte, Moore habe in einigen Aktionen mit seinem Risiko Umschaltsituationen riskiert und müsse lernen, im letzten Drittel die Balance zu halten; Luca Waldschmidt sollte zwischen den Linien Gefahr bringen. Moore, der drei geblockte oder ungenaue Abschlüsse hatte, sagte, die Auswechslung sei nicht abgesprochen gewesen, ihm sei es noch gut gegangen. Come-on-fc weist darauf hin, dass Waldschmidt nach seiner Einwechslung ebenfalls kein Faktor war und der Wechsel kurz nach Moores besserer Phase kam.

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Spiel Nachgetragen 10:00 Uhr

Nur 1,22 erwartete Tore: Dem FC fehlt gegen Schalke die Durchschlagskraft

Gegen Schalke hielt der FC erstmals nach 20 Bundesligaspielen die Null und vermied so den Vereinsnegativrekord von 21 Spielen in Folge mit Gegentor. Vorne blieb es harmlos: 14 Abschlüsse brachten nur einen xGoals-Wert von 1,22, viele Versuche kamen aus der Distanz oder spitzem Winkel. Come-on-fc sieht den Grund auch darin, dass mit Ache und Dallinga zwei Abnehmer für Sosas Flanken fehlen. Bülter nannte das Spiel „zu träge“, Wagner vermisste im letzten Drittel Gefahr. Said El Mala sagte, seine Auswechslung sei nicht abgesprochen gewesen. Gegen Union Berlin in Pokal und Liga dürfte es ähnlich schwer werden.

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Verein Nachgetragen 14:01 Uhr

Kessler stellt sich hinter Wagner: „Volle Rückendeckung“, aber Erfolge müssen her

Nach den „Wagner raus“-Rufen beim 0:0 gegen Schalke hat Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler dem Trainer am Sonntag öffentlich den Rücken gestärkt. Er nehme die Fan-Kritik ernst, sagte Kessler, Vertrauen schafften aber nur Siege. Die Auswechslungen von Mikey Moore und Said El Mala verteidigte er: Die Herangehensweise habe „gar nichts mit Mut zu tun“, Moore habe gegen Schalke nicht die nötige Durchschlagskraft entwickelt, Luca Waldschmidt sollte einen neuen Impuls setzen. Alle acht Punkte hat der FC zu Hause geholt, auswärts steht er noch ohne Zähler da. Für das Pokalspiel gegen Union am Dienstag kündigte Kessler an, mit aller Macht gewinnen zu wollen; danach folgen Leverkusen und nach der Länderspielpause die Reise zu Bayern München.

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Nachwuchs Nachgetragen 18:01 Uhr

U21: Zwei Debütanten nach Personalnot, Hartmann lobt die Verzahnung in der Akademie

Beim 2:2 der U21 gegen Paderborn II, das Marvin Ajani in der vierten Minute der Nachspielzeit rettete, kamen mit Pierre Tampier-Eken und Milian Eggers zwei Spieler aus der U19 zu ihren Debüts. Tampier-Eken bereitete den Ausgleich per Flanke vor. Die U19 musste auf drei Stammspieler verzichten, weil Malek El Mala bei den Profis im Kader stand und Jonas Arweiler muskuläre Probleme hatte. Trainer Manuel Hartmann nannte das Miteinander nicht selbstverständlich, ärgerte sich aber über die frühen Gegentore. Aus der englischen Woche holte die U21 sieben Punkte, weiter geht es am Sonntag um 18 Uhr beim 1. FC Bocholt.

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Spiel Nachgetragen 22:00 Uhr

El Mala sucht den Abschluss, doch die Torgefahr bleibt gering

Said El Mala kam gegen Schalke fünfmal zum Abschluss und hat damit 26 Bundesliga-Schüsse; nur Harry Kane und Michael Olise hatten vor dem Sonntag mehr. Come-on-fc rechnet vor, dass seine Versuche im Schnitt nur eine Torwahrscheinlichkeit von rund acht Prozent hatten, vier der fünf Schüsse gingen neben oder über das Tor. El Mala selbst sprach von einem guten Spiel, er habe viel Stress gemacht. Die Auswechslung in der 80. Minute sei nicht abgesprochen gewesen, kritisierte aber den Trainer nicht offen. Die Zeitung bewertet seine Rolle zwiespältig: Er bindet Gegner, schafft aber zu selten hochwertige Chancen.

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Für Kinder erklärt

Ein Punkt gegen Schalke und viel Gesprächsstoff

Der 1. FC Köln hat gestern gegen Schalke 04 0:0 gespielt. Das heißt: Es fiel kein einziges Tor. Der FC hat dabei kein Gegentor bekommen. Das war seit 20 Bundesligaspielen nicht mehr passiert, und das ist ein kleiner Erfolg.

Vorne hat dem FC aber die Torgefahr gefehlt. Die Mannschaft schoss 14-mal, doch viele Schüsse kamen aus großer Entfernung oder aus einem schwierigen Winkel. Darum waren es nach der Rechnung der Fachleute nur 1,22 erwartete Tore. Diese Zahl zeigt, wie gefährlich die Chancen waren.

Viel geredet wird über Mikey Moore. Trainer René Wagner nahm ihn nach 68 Minuten vom Platz. Im Stadion pfiffen deshalb einige Fans. Wagner sagte, Moore sei in manchen Szenen zu riskant gewesen. Moore sagte, die Auswechslung sei vorher nicht abgesprochen gewesen. Auch der frühere FC-Star Pierre Littbarski hat den Trainer in einem Video kritisiert.

Heute hat Sportchef Thomas Kessler sich zu dem Streit geäußert. Er sagte, der Trainer habe „volle Rückendeckung“. Das heißt: Der Verein steht hinter ihm. Kessler sagte aber auch, dass jetzt vor allem Siege Vertrauen schaffen.

Es gab auch einen schlimmen Moment: Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi stießen mit den Köpfen zusammen und kamen ins Krankenhaus. Die Kölner Fans klatschten für sie. Schalkes Trainer Miron Muslic fand das sehr groß und bedankte sich dafür.

Schon am Dienstag um 20.45 Uhr spielt der FC im DFB-Pokal gegen Union Berlin. Im Pokal scheidet der Verlierer sofort aus.

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