· aktualisiert 22:00 Uhr

Sturmfrage vor dem Derby: Bülter als Ache-Ersatz würde Wagners Spiel verändern

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Der Tag im Überblick

Drei Tage vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag um 15.30 Uhr dreht sich beim FC fast alles um die Frage, wer die verletzten Mittelstürmer Dallinga und Ache ersetzt. Marius Bülter gilt als naheliegende Lösung, doch Datenanalysen zeigen, dass Trainer René Wagner sein Spiel dafür anpassen müsste, und die xGoals belegen, dass dem FC nicht nur Stürmer, sondern vor allem Effizienz fehlt. Der Verzicht auf einen Notkauf wird als richtig eingeordnet, hinter El Mala und Moore drängen fünf Offensivspieler auf einen Platz.

Seit Donnerstag ist der Kader nach der Länderspielpause wieder nahezu komplett, trainiert wird bis Samstag hinter verschlossenen Türen. Mikey Moore meldet sich selbstbewusst für sein erstes Rheinderby und verrät, dass Wagner ihn im Sommer gegen die Konkurrenz aus Dortmund überzeugte. Kapitän Schwäbe verteidigt sich gegen Kritik am Gegentor in Hamburg und wirbt für Geduld mit dem Trainer. Die Stimmung im Umfeld bleibt gedrückt, das Derby gilt als richtungsweisend für Wagners Ansehen; ein Blick auf 2015 macht zumindest Mut.

Abseits des Rasens ist das Derby der erste Test für das neue Sicherheitskonzept der Stadionallianz NRW, bei dem der FC mehr Verantwortung trägt und die Polizei zurücktritt. Daneben gratuliert der Verein Olaf Janßen zum 60., und auch die U21 bestreitet am Sonntag ihr kleines Derby gegen Gladbachs Reserve.

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10 Quellen dieser Ausgabe

Die Meldungen 9

Kader

Datenanalyse: Bülter kann Mittelstürmer, aber Wagner müsste sein Spiel anpassen

Marius Bülter gilt als erste Wahl für das Sturmzentrum im Derby, eine Auswertung von come-on-fc.com zeigt aber deutliche Unterschiede zu Ragnar Ache. Ache ist ein klassischer Zielspieler mit rund elf Kopfballduellen pro 90 Minuten, Bülter bestreitet nur etwa vier und ist dafür mit über 21 Pässen und rund drei Dribblings pro 90 Minuten viel stärker ins Kombinationsspiel eingebunden. Auch bei Abschlüssen und erwarteten Toren liegt Ache klar vorn, während Dallingas Werte nur knapp über denen von Bülter liegen. Der 33-Jährige hat im Sturmzentrum reichlich Erfahrung, seine stärkste Phase dort hatte er 2021/22 bei Schalke mit 13 Toren und neun Vorlagen. Fazit: Ein Eins-zu-eins-Ersatz wäre er nicht, Wagner müsste das System eher an Bülter anpassen. Seine beiden bisherigen Tore gegen Gladbach erzielte Bülter übrigens hinter den Spitzen.

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Transfers

Kommentar: Verzicht auf Notkauf im Sturm ist richtig – Erinnerung an Pizarro 2018

Der GEISSBLOG stellt sich hinter die Entscheidung des FC, nach den Ausfällen von Dallinga und Ache keinen vereinslosen Routinier zu verpflichten und erst im Winter nach Lösungen zu suchen. Als warnendes Beispiel nennt der Kommentar die Verpflichtung des damals 38-jährigen Claudio Pizarro im Herbst 2018, der nur ein Tor für Köln erzielte, und das erst, als Manager Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger schon nicht mehr im Amt waren; der Klub stieg ab. Ein Stürmer ohne Verein habe meist Gründe dafür, zudem müssten Mannschaft und Trainer sich erst finden.

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Kader Nachgetragen 10:00 Uhr

Hinter El Mala und Moore: Fünf Offensivspieler kämpfen um einen Platz

Said El Mala und Mikey Moore gelten in der Kölner Offensive als gesetzt, dahinter wird der Konkurrenzkampf eng. Linton Maina stand seit dem zweiten Spieltag stets in der Startelf und hat in fünf Pflichtspielen ein Tor und zwei Vorlagen gesammelt. Jan Thielmann kam in den letzten beiden Ligaspielen nicht zum Einsatz, Marius Bülter könnte von den Ausfällen von Dallinga und Ache profitieren. Luca Waldschmidt und Reigan Heskey warten weiter auf mehr Spielzeit. Eine mögliche Winter-Rückkehr von Jakub Kaminski, über die weiterhin spekuliert wird, würde die Konkurrenz zusätzlich verschärfen.

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Sonstiges Nachgetragen 10:00 Uhr

Olaf Janßen wird 60 – neuer Job in Zürich und ein Derby-Tipp

FC-Legende Olaf Janßen, der 255 Pflichtspiele für Köln bestritt, feiert am 8. Oktober seinen 60. Geburtstag. Im Interview mit fc.de spricht er über seine neue Aufgabe als Cheftrainer beim Grasshopper Club Zürich. Den Aufstieg seines früheren Schützlings Said El Mala nennt er ein Königsbeispiel und hofft, dass der 20-Jährige nun Zeit zur Entwicklung bekommt. Dem FC traut er trotz der Stürmer-Verletzungen viel zu und tippt im Derby auf einen Kölner Sieg.

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Spiel Nachgetragen 14:00 Uhr

Moore vor seinem ersten Rheinderby: „Ich bin bereit“

Mikey Moore geht nach dem Titelgewinn mit Englands U20 selbstbewusst in sein erstes Derby gegen Gladbach. Der 19-Jährige hat bereits in Rivalenduellen mit Tottenhams Jugend und im Old Firm für die Rangers getroffen und hofft nun auf sein erstes Tor für den FC. Auf welcher Position er spielt, ist nach eigener Aussage offen; als falsche Neun hat er in der Jugend bereits gespielt. Das Zusammenspiel mit El Mala lobt er, sieht aber noch Luft nach oben. Seine Leihe von Tottenham enthält keine Kaufoption.

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Verein Nachgetragen 14:00 Uhr

Stimmung im Keller: Warum das Derby für Wagner zum heißesten Spiel wird

Die Bild sieht die Laune rund um den FC vor dem Derby auf einem Tiefpunkt und nennt dafür vier Gründe: Wagners schwaches Saisonende im Frühjahr mit nur sechs Punkten aus sieben Spielen, die überzogene Euphorie nach El Malas Verbleib und Moores Verpflichtung, den ausgebliebenen Königstransfer im Mittelfeld sowie anhaltende Schwächen wie die Standard-Gegentore und das Warten auf einen Auswärtssieg seit über einem Jahr. Friedhelm Funkel nennt das Derby zwar nicht richtungsweisend für die Tabelle, wohl aber für die Stimmung. Ein Sieg könnte die Trainerdebatte beenden, eine Niederlage den FC in die erste echte Krise stürzen.

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Nachwuchs Nachgetragen 14:00 Uhr

Vom Derby-Debüt aufs Abstellgleis: Cenny Neumann kämpft um sein Comeback

Rechtsverteidiger Cenny Neumann debütierte im März unter Kwasniok in der Bundesliga und stand im Derby gegen Gladbach in der Startelf, kam danach aber nicht mehr für die Profis zum Einsatz. Seit dem dritten Regionalliga-Spieltag fehlte der 19-Jährige verletzt und verpasste acht Spiele; inzwischen ist er wieder teilweise im Training und war am Donnerstag auch bei den Profis dabei. Bei der U21 gilt er als wichtige Stimme in der Kabine, hat mit David Fürst aber starke Konkurrenz. Wie seine Zukunft in Köln aussieht, ist offen.

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Fans Nachgetragen 22:00 Uhr

Neues Sicherheitskonzept beim Derby: Polizei hält sich zurück, FC trägt mehr Verantwortung

Das Derby am Sonntag, 11. Oktober, um 15.30 Uhr ist das erste Kölner Risikospiel unter der im Juli überarbeiteten Stadionallianz NRW. Die Vereinbarung zwischen Innenministerium, Klubs und Polizei sieht vor, dass der FC mit Ordnungsdienst, Fan- und Sicherheitsbeauftragten die Sicherheit im Stadion verantwortet, während die Polizei sich zurückhält und vor allem An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte im Blick behält. Bei Straftaten kündigt sie konsequentes Einschreiten an. Vorab wurden gegen acht Kölner und drei Gladbacher Anhänger Aufenthaltsverbote für den Spieltag verhängt, mit 50 weiteren Kölner Fans führte die Polizei Gefährderansprachen. Geschäftsführer Philipp Türoff spricht von einem Vertrauensvorschuss, dem der Verein gerecht werden wolle.

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Spiel Nachgetragen 22:00 Uhr

xGoals-Analyse: Köln ist das zweitineffizienteste Team der Liga

Eine Auswertung von come-on-fc.com stützt den Befund, dass der FC erst nach der Pause richtig gefährlich wird: In vier Bundesliga-Spielen kommt Köln vor dem Seitenwechsel auf 2,45 erwartete Tore, danach auf 5,35. Zugleich hapert es an der Verwertung: Aus 7,80 xGoals wurden nur sechs Treffer, nur Schalke ist noch ineffizienter. Bülter und Moore haben jeweils Chancen im Wert von 1,48 Toren herausgespielt, aber noch nicht getroffen, während die verletzten Dallinga und Ache drei der sechs Ligatore erzielt haben. Auch defensiv liegt der FC mit neun Gegentoren bei acht erwarteten leicht im Minus.

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